(Rezension): Not für die Welt

„Not für die Welt“ (mit einem Brot auf aufgeplatzter Erde auf dem Cover) aus 2012 ist ein Buch, das sich in verschiedenen Beiträgen mit dem Thema Ernährung auseinandersetzt, vor allem dem Thema des Hungers. Der Untertitel lautet „Ernährung im Zeitalter der Globalisierung“.

In drei Teilen gegliedert, gehen die Beiträge aber zum Teil auch andere Wege, als man bei den Überschriften „Wie kommt der Hunger in die Welt?“, „Profit auf Kosten der Umwelt“ oder „Massenhaft billig – massenhaft krank?“ erwarten würde. Oder was haben Spaniens Plastikwüsten im ersten Teil zu suchen?

Auf jeden Fall sind die von verschiedensten Leuten verfassten Beiträge sehr interessant. Neben der obligatorischen Gentechnik, Überfischung und Fairtrade kommen auch andere Dinge zur Sprache. Besonders interessant fand ich den letzten Teil mit den heutigen und eventuell zukünftigen Industrieland-Essgewohnheiten.

Optisch und von der Handhabung her hatte ich einen sehr gespaltenen Eindruck von dem Buch. Schön ist es geworden, ohne Zweifel, und die vielen Bilder stören sicher nicht. Aber muss das Papier, in einem auch-Umweltbuch, von der Sorte „wahnsinnig glänzend und dick“ sein? Es blendet, wenn die Lichtquelle (Leselampe) im Rücken ist, und schwer ist das Buch auch. Da wundert man sich ganz besonders, warum die Schrift so klein ist, wenn doch die Seitenränder oben, links und rechts fast 4 cm groß sind. (Unten übrigens nur knapp 2 cm.) Hier hätte man durchaus optimieren können (ebenso beim reißerischen und eventuell irreführendem Titel).

Dessen ungeachtet kann ich das Buch jedem empfehlen, der Interessen an der weltweiten Ernährung hat. Ein paar Zusammenhang-herstellende Statistiken zwischen den Beiträgen wären gut gewesen, aber leider ist das Buch eine reine Sammlung.

Trotzdem würde ich vielleicht noch volle Punktzahl vergeben, wäre da nicht die Handhabung. Die führt zum Abzug und „nur“ noch 4 von 5 Sternen für „Not für die Welt“.

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