Mr. Money Mustache

Ich lese ja viel, auch im Internet und auch gelegentlich mal über Geld.
Beim Lesen bin ich vor etwa 2 Wochen auf einen Blog gestoßen, der beim Geld ziemlich extrem ist – und nicht nur da.

Der Autor des (englischsprachigen) Blogs ist Mr. Money Mustache, oder kurz MMM, ein Software-Ingenieur, der mit seiner Familie im Alter von 30 Jahren in „Frührente“ gegangen ist (Motto: Early Retirement through Badassity). Von Kanada in die USA gezogen wohnt er in Longmont, in der Nähe von Boulder, mit seiner Frau Mrs. MM und little MM.
Das Ziel des Blogs ist – in typisch zurückhaltender MMM-Manier: „The real reason this blog exists, is simply to save the entire human race from destroying itself through overconsumption.“

Als typischer(?) oberer Mittelständler in den USA hat er es in kurzer Zeit geschafft, FI: Financial Independence (finanzielle Unabhängigkeit) zu erreichen. Und flucht jetzt (wortwörtlich) des öfteren über die idiotischen anderen Mittelständler, die trotz ihres Einkommens nach eigenen Aussagen „kaum wissen, wie sie über die Runden kommen sollen.“

Ein lustiger Kerl

Beim Lesen der Blogeinträge hatte ich öfters einen Lachanfall. So zum Beispiel als er aufforderte „und wenn das hier auf dich zutrifft, dann hör mit lesen auf und druck dir mein Gesicht aus, damit ich dir eine reinhauen kann für deine Dummheit“.
Mit diesen oft sehr expliziten Beurteilungen hat MMM in Windeseile eine große Leserschar angezogen, die seinen erfrischenden Stil genauso mögen wie ich.
MMM ist außerdem Häusle-Bauer, was die Breite seiner Tipps und Berichte wesentlich erhöht.

Seine Methode, möglichst schnell die finanzielle Unabhängigkeit (genügend „Fuck You Money“) zu erreichen, besteht in der radikalen Einsparung der Ausgaben und der Anlage in Indexfonds.

Radikal sparen heißt nicht radikal arm leben

Radikale Einsparung heißt dabei nicht, auf etwas zu verzichten, auch wenn es für viele so aussieht. Es geht darum, sich bewusst für oder gegen Dinge und Verhaltensweisen zu entscheiden, die letztendlich 3 Dinge bringen sollen: Geld, Gesundheit und Gutes. Klingt doch nicht schlecht, oder?
Er zeigt dabei, wie man mit der Änderung des Lebensstiles deutlich zufriedener leben kann als im Konsumwahn. Gefühlt lebt man dabei trotzdem im Luxus. Für große Ausgaben bleibt bei all den spaßigen kostenlosen oder Geld einbringenden Sachen gar keine Zeit!
So ist eine Fahrradtour mit der Familie durch die malerischen Berge seiner Umgebung doch wohl besser (und billiger) als das herumfahren im Auto, in eine Schlange stellen, von Menschen angerempelt zu werden etc., das es sonst oft bei Ausflügen gibt
Außerdem ist MMM ein Anhänger der „Think Big“ Theorie und verteilt neben Schlägen ins Gesicht gerne „Optimism Guns“.

Eines seiner Lieblingsthemen, auch weil es in den USA so akut ist, ist das Fahrrad fahren, bzw. das nicht-benutzen des Fahrrads und das viele herumfahren mit dem Auto.
Es besteht darauf, alle alltäglichen Dinge mit dem Fahrrad zu machen. Das hat gleich 4 Vorteile: Bessere Gesundheit, mehr Spaß, weniger Umweltverschmutzung und gespartes Geld. Wenn man doch ein Auto braucht, dann ein älteres gebrauchtes (man fährt es ja ohnehin nur sehr selten) statt eines teuren und Sprit schluckenden SUVs.

Einer allein macht das Blog nicht fett

Auch Mrs. MM kommt gelegentlich mit einem Beitrag im Blog vor, ebenso diverse Gäste und „Leserstudien“, also Beispiele von Lesern, die um Hilfe gebeten haben. Die Kommentare sind im Vergleich zu anderen großen Blogs außerordentlich hilfreich und SPAM- und +1-frei.

Lange Rede kurzer Sinn: Lest euch in die ersten paar Beiträge ein, es lohnt sich schon wegen dem Spaß, hier geht’s los: http://www.mrmoneymustache.com/2013/02/22/getting-rich-from-zero-to-hero-in-one-blog-post/

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