Das 2. Symposion 2012 „Dein Wissen für alle“

Fand am Sonnabend, dem 31.3.2012 in Dessau statt. Erst einmal ein herzliches Danke! an die Organisatoren. War eine gemütliche Runde. Der Raum war deutlich kleiner, als ich es mir bei der Ankündigung „eines großen und eines kleinen Raumes“ gedacht hatte. Dafür hatte er einen gewissen rustikalen Charme, der auch von der hölzernen Treppe kam, bei der man bei dem ein oder anderen Astloch durchsehen konnte. Hat schön geknarzt, und das hat mich an die alte Wohnung meiner Oma erinnert. [Tante Edit1 sagt:] Ich schätze, es waren so 25 Leute anwesend.

Loben möchte ich, ganz außerhalb des Symposions, den Italiener, bei dem wir waren. Ecke Zerbster Straße und Kavalierstraße. Klein aber fein. Klein sind die Preise (z.B. Salamipizza und Spaghetti mit Tomatensoße 4,50€), fein der Geschmack. Die Portionen sind ausreichend um satt zu sein, ohne sich zu überfressen. Ich habe schon deutlich kleinere erlebt. Kurz: Empfehlenswert.

Kommen wir zu den Vorträgen:

Generell ist passiert, was ich bereits befürchtet hatte: Gnadenlose Überziehung. Trotz „freier Slots“ und von 2 Ausfällen haben wir bis 19:30 Uhr gebraucht. Hier besteht definitiv Verbesserungsbedarf. Beispielsweise eine halbe Stunde Vortrag, Viertelstunde Diskussion, Viertelstunde Pause (Überziehung) planen und ggf. auch durchsetzen.

Die Vorträge selbst:
An alle, die be- und angesprochen werden: Ich meine selbstverständlich nichts böse. Aber ich nehme auch kein Blatt vor den Mund.

1. Dominik (Ineluki) „Thoriumfluoridefluessigsalzreaktoren LFTR“

Schleppende Einführung für mich als ex-Chemie-Leistungskursler. Das Thema wurde dann aber interessanter. Dominik hat angekündigt, dass er überziehen würde, und hat das Versprechen voll gehalten, trotz recht schneller und teilweise zu schneller Sprechweise (aber gut verständlich trotzdem, hat mich ein bisschen beeindruckt). Sein 30-Minuten-Slot ging am Ende rund eineinhalb Stunden, und es folgte noch eine Diskussion. Das Lichtpunktgefuchtel ging mir am Ende schon etwas auf die Nerven.

2. LennStar „Geschichte des Urheberrechts“

Angepeilte Zeit gut eingehalten, 20 Minuten geschätzt, 22 kamen raus. Eine Viertelstunde Diskussion. Ich hätte es vorher mehr als einmal üben sollen. Ich habe mich an einigen Stellen wiederholt, weil ich nicht genau wusste, was ich sagen sollte (Stichwort Gotteslästerung ^^). Außerdem hätte ich mir den beschlossenen 20-Seiten-Antrag geben müssen.

Dann kam schon die Mittagspause, und irgendwie kann ich mich an die Nachmittagsvorträge nicht mehr so gut erinnern.

3. Roman (talpa) „Soziale Fallstricke einer Basisdemokratie oder ‚Ich weiß genau, was du denkst'“

Viel Kopfnicken, aber ich fand, dass die Überschrift, zumindest im zweiten Teil, nicht ganz erfüllt wurde. Einige psychologische/soziale Dinge, die jeder wissen sollte.

4. Martin(kme) „Was heißt ‚verkürzte Kapitalismuskritik‘?“

Der Vortrag wurde mit ein paar kleinen Stichwortzetteln gehalten. Daher fehlte die visuelle Komponente, und das hat man meiner Einschätzung nach auch recht deutlich gemerkt. Selbst für mich als Philosophiegestählten war es ziemlich anstrengend, Martin zu folgen. Zumindest ein Stichpunktzettel, Thesenpapier o.ä. wäre sicher hilfreich gewesen. Mein Eindruck war auch, dass er mangels dessen, ein wenig hin und her gesprungen ist.

5. Björn (lanthan) „Basics der Kryptographie“

Super. Eine schwierige Materie gut rübergebracht. Bei der Ceasar-Chiffre hätte ich mir noch den Verweis auf ROT13 gewünscht.

6. Johannes „Alternativen zur Krankenversicherung“

Ist nun überhaupt nicht mein Thema. Von daher fand ich die Fragen und die Diskussion interessanter. Ich fand, es war etwas zu viel „jetzt“ und etwas zu wenig „so besser“.

7. Tina (tinilou) „Direkte Demokratie“

Schöner Vortrag, der etwas durch die unterbrechenden Fragen gelitten hat (und fehlender Folien). Tina sollte sich unbedingt an die Regel erinnern, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Vor allem beim Sprechen ist vom Tupfen der Karteikarte mit den Stichpunkten auf die Lippen abzuraten.
Mit dem Thema hätte man auch eine 2-Stunden-Diskussionsrunde anschließen können.

Mit dem letzten Satz komme ich zu einer Sache, die mir wieder aufgefallen ist: Durch die Konzentration auf die Vorträge, ist der Tag relativ anstrengend gewesen, und durch die Vielzahl konnten wir nicht so in die Tiefe gehen, wie es schön gewesen wäre.
Ich komme also wieder auf meine Dreiteilung zurück: Ein Projekt, ein Lernteil, ein Diskussionsteil.
Das Meinungsbild von Roman am Ende ergab auf jeden Fall mehr Diskussion, und mehr Thementiefe als eine halbe Stunde. Das Projekt kam nicht so an, wenn ich es richtig mitbekommen habe (erste Reihe ist schlecht dafür geeignet).

Meinen Vortrag (wird aber noch verbessert) gibt es unter http://www.lennstar.de/piraten/geschichteurheberrecht.odp

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